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Selbstständig als Fotograf - Gewerbe als Fotografin Fotograf

Selbstständig als Fotograf, Gewerbe als Fotografin bzw. Fotograf
Anmelden, Handwerkskammer, Gewerbeamt, Finanzamt(Kleingewerbe?) steuerlicher Erfassungsbogen, BG, Künstlersozialkasse usw. … Kosten?
Mit Einführung der digitalen Fotografie hat sich so einiges in dem Beruf des Fotografen verändert und gewandelt. Noch nie war es so einfach Fotografien zu erstellen, wie in der heutigen digitalen Zeit. Mit jedem einigermaßen “guten” Smartphone kann man heutzutage unglaublich einfach Fotografien erstellen.
Wo man Früher noch aufwendig in der Dunkelkammer Fotografien entwickelt hat, werden heutzutage massenweise Fotografien auf digitalen Speichern abgelegt.
Die Vorauswahl der Fotografien erfolgt direkt auf einem Display und man druckt nur noch sehr selten Fotografien aus. Vorbei sind die Zeiten als man den “Film” im Markt seiner Wahl abgegeben hat und Tage auf die Entwicklung warten musste, bis man gesehen hat ob die Fotografien etwas geworden sind.
Der Großteil der Fotografien wird heute (im Jahr 2020) über Smartphone und über soziale Medien, wie zum Beispiel Instagram, WhatsApp usw. geteilt. Dafür sind auch nicht unbedingt besonders hohe Auflösungen der Fotografien erforderlich, denn die Fotografien werden wiederum oft nur auf dem “kleinen” Display eines Smartphone angeschaut.
Jedoch nicht nur die Einführung der digitalen Fotografie hat den Beruf des Fotografen verändert, sondern auch die Entwicklung des Internets generell.
Heutzutage wird man im Internet von Fotografien quasi “überschwemmt”.
Ebenso hat sich Sicherheitstechnisch in der Fotografie viel verändert. Im Gegensatz zu Früher, wo man noch aufwändig in Laboren mit Chemie hantiert und Fotos entwickeln musste, besteht in der heutigen Zeit überhaupt keine Gefahr mehr für Leib und Leben beim “Erstellen und Entwickeln” von Fotografien. Alles geschieht digital und somit kann jeder ganz einfach Fotografien erstellen.
Auch Themen wie Belichtung, Farben etc. sind in der heutigen Zeit mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung sehr viel einfacher geworden. Jeder kann, mit der entsprechenden Software, Fotografien digital abspeichern und diese in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten.
All diese Faktoren führen dazu dass es immer mehr Menschen gibt, die Spaß und Gefallen an und in der Fotografie finden.
Genau diese Erkenntnis “Das kann ich auch” ist auch der Auslöser für einen unglaublichen Boom im Bereich der gewerblichen Fotografie und dessen sollte man sich bewusst sein wenn man denn tatsächlich von der reinen Fotografie Leben will! Denn es werden immer mehr!
Was sich im Bereich der Fotografie jedoch nicht geändert hat ist, das man ein gewisses Auge und Know-How zum fotografieren haben sollte.
Einfach nur den Auslöser drücken zu können, macht noch lange keine “guten Fotos”.
Natürlich sind die Geschmäcker was Fotografien betrifft unterschiedlich und das ist auch gut so.
Wo einige Kunden zum Beispiel hohen Wert auf farbechte Fotografien legen, ist es anderen Kunden wiederum völlig egal, ob die Szene so aufgenommen und bearbeitet wurde, wie sie denn tatsächlich war.
Am Ende entscheidet der Kunde darüber zu welchem Fotografen er geht, gelernt oder ungelernt und solange dem Kunden die Fotografien gefallen, spielt das auch überhaupt keine Rolle.
Ein kurzer Überblick: Anmeldung als “Fotograf/in” :
(Alle Angaben ohne Gewähr, bitte bei den zuständigen Stellen genau erkundigen.)
1. Betreibt Ihr eine selbstständige Tätigkeit als Nebengewerbe (Nebenberuflich) informiert euren Arbeitgeber und holt dessen schriftliches Einverständniss ein, das Ihr nebenberuflich arbeiten gehen dürft! Anzahl der Stunden pro Woche beachten, die Ihre nebenberuflich arbeiten dürft!
2. Anmeldung bei der zuständigen Handwerkskammer. Kosten ca. 130,00 – 140,00 Euro.
3. Gewerbe anmelden beim zuständigen Gewerbeamt. Kosten ca. 40,00 -50,00 Euro.
4. Nachdem ihr euer Gewerbe angemeldet habt, bekommt ihr in der Regel innerhalb von ca. 6 Wochen den steuerlichen Erfassungsbogen vom zuständigen Finanzamt zugesendet. Sorgfältig ausfüllen und am besten mit eurem Steuerberater. Kleinunternehmerregelung? Ja oder Nein?
5. BG ETEM, Berufsgenossenschaft (BG), normalerweise bekommt ihr auch hier automatisch Post. Sollte das nicht der Fall sein, selbst Kontakt aufnehmen und euch mit eurem Gewerbe als Fotograf/in, Fotografie bei der BG anmelden.
6. Krankenkasse informieren!
7. Künstlersozialkasse! Prüfen ob Ihr dort Abgabepflichtig, Beitragspflichtig seit.
8. Deutsche Rentenversicherung! Prüfen ob Ihr dort Abgabepflichtig, Beitragspflichtig seit.
Im Gründungsjahr ist man in der Regel vom Beitrag der Handwerkskammer (HWK) befreit. Im zweiten Jahr zahlt man die Hälfte. Der komplette Jahresbeitrag liegt irgendwo bei ca. 210,00 Euro bei einem Gewinn bis 7.700 Euro. Auch hier bitte bei der zuständigen Handwerkskammer genau erkundigen.
Welche Kamera, Objektive und Zubehör ich benutze, könnt Ihr euch bei Interesse hier anschauen: Mein Equipment.